Kinotipp

Kinotipp

Wann ist ein Film ein empfehlenswerter Film und hat das Zeug dazu, besprochen und ans Herz gelegt zu werden?

Im Fall von “Call me by your name” von Luca Guadagnino bin ich mir wirklich nicht sicher. Er ist intensiv, tief traurig an mancher Stelle, verstörend aber eben auch schön.

Der Film handelt von der ersten Liebe des 17 jährigen Elio (Timothée Chalamet) und spielt 1983 im Feriendomizil der Familie aus dem 17. Jahrhundert. Schön, als Kind der 80er Musik und Mode aus der Zeit so wieder erleben zu dürfen. Elio jedenfalls trifft im Sommer 1983 auf den attraktiven, amerikanischen Doktoranden Oliver (Armie Hammer), der den Sommer lang Elios Vater in seiner wissenschaftlichen Arbeit unterstützen wird.

Elio entdeckt seine homosexuelle Neigungen. Beide nähern sich an, verstecken ihre Gefühle jedoch vor der Außenwelt. Die Amour fou nimmt ihren Lauf. Der Zuschauer ist intensiv und hautnah dabei.

Für mich eine neue Erfahrung, tief und verstörend zu gleich. Als ich von den SONY-Mitarbeitern nach der Pressevorführung über meinen Eindruck gefragt wurde, habe ich genau das wiedergegeben. Außerdem noch, dass ich mich ernsthaft frage, wer nun wirklich die Zielgruppe dieses Nischenfilms sein dürfte.

Also ich empfehle ihn offenen, toleranten Cineasten, die sich gerne auf Neues einlassen, auch wenn es in der ein oder anderen Szene befremdlich erscheinen dürfte.

Hier geht es zur Webseite zum Film, der am 1.3.2018 in die Kinos (eher Programmkinos als Multiplex, denke ich) kommt: www.callmebyyourname.de.