Man versorge mich mit Geduld! Bitte, schnell!

Man versorge mich mit Geduld! Bitte, schnell!

Bereit sein ist viel, warten zu können ist mehr, doch erst den rechten Augenblick zu nützen, ist alles!

Das hat Arthur Schnitzler gesagt und er hat ja so recht.

Doch, wie geht man mit solche einer Aussage um, leidet man an ausgeprägter, notorischer Ungeduld?

Kann man sich denn beim Universum nicht ein Pfund Geduld wünschen? Egal, ob geschnitten oder am Stück. Hauptsache, es wirkt. Schließlich ist es doch auch üblich, sich Traumprinzen und Parkplätze auf diese Weise zu bestellen oder zumindest herbei zu sehnen. Bezüglich des Traumprinzen und der Abstellmöglichkeit meines Wagens, war mir das Universum wohlgesonnen. Den ein oder anderen schlechten Tag, muss man so als „Gesamtheit der Dinge“ (Erklärung bei Wikipedia) wohl aber schon haben dürfen/müssen.

Nun, jedenfalls. Ich danke dem Universum für sehr vieles. Wünsche mir aber von Herzen noch etwas mehr Geduld.

- Geduld, die ich brauche, um Dinge wachsen zu sehen.

- Geduld, die wichtig ist, aus einem kleinen Funken eine große Flamme zu machen…

Ich könnte unendlich weiter machen. Aber da ich nicht mit Geduld ausgestattet bin, höre ich damit auf.

Für wertvolle Tipps, was ich noch so gegen meine Ungeduld tun kann, bleibe ich dankbar. Yoga & Pilates, diese schönen, sanften Sportarten, betreibe ich schon regelmäßig. Und atmen. Ganz intensiv, tief und lange. Am besten in der Natur. Das hilft mir und entspannt mich.

In diesem Winter werde ich erneut nach Sri Lanka reisen. Da brauche ich unendlich Geduld, denn ich engagiere mich für ein Sozialprojekt, das ich als Vorstand von Stop Staring Start Caring e.V. seit zwei Jahren mit einem guten Freund persönlich vor Ort begleite. Nichts dort läuft, wie wir es gewohnt sind. Die Not ist unermesslich und die Verlässlichkeit und Disziplin mal so gar nicht deutsch. Für mich (es wird das 7. Mal sein, dass ich dorthin reise), jedes Mal eine intensive Prüfung und große Herausforderung. Ich lebe in unvorstellbar einfachsten Verhältnissen in dieser Zeit und fühle mich doch dann immer vollständig und gut.

Denn es ist richtig zu helfen.

Es ist richtig, etwas an Unterprivilegierte abzugeben.

Es ist richtig, so wieder zu lernen, wie gut es einem geht.

Es ist das Richtige für mich. Seit ich 1-2 pro Jahr zur Meth Sewa Foundation nach Sri Lanka reise, bin ich definitiv ein besserer, bewussterer Mensch geworden.

Und das kann nur richtig sein!