Venus ist eine Matz – ein Astrologieseminar im Kranzbach

Venus ist eine Matz – ein Astrologieseminar im Kranzbach

Ein Dreivierteljahr ist vergangen, seit ich erstmalig im Das Kranzbach war. Damals durfte ich es tief verschneit erleben. Dieses Mal haben wir Herbst, mit etwas Glück einen goldenen. Aber ich bin ja nicht rein zum Vergnügen hier, sondern Teilnehmerin des Seminars “Leben und Lieben mit dem Horoskop”, das von der Astrologin Sonja Schön gegeben wird. Man darf gespannt sein.In zehn Stunden, verteilt auf zwei Tage, werden wir in die Geheimnisse der Astrologie eingeführt.

In der Vorbereitung musste ich bereits sowohl meine Daten zu Geburtszeit, Datum und Ort, wie auch die meines Liebsten, mitteilen. Mal sehen, was die Sterne zu unserer Kompatibilität zu sagen haben. Schütze trifft Löwe. Spannung(en) ist(sind) garantiert. Das zeigt die Erfahrung der letzten zweieinhalb Jahre mit ihm an meiner Seite. Einiges hat uns mehr zusammen rücken lassen. Anderes war gänzlich unnötig und unser beider starken Charaktere geschuldet. Vielleicht erhalte ich Hinweise und Erkenntnisse aus dem Seminar mit Sonja Schön, mein Leben noch mehr zu optimieren. Denn sogar auf den Kranzbach-Servietten steht geschrieben: leben und genießen. Ein – wie ich finde – völlig Sternzeichen unabhängiges, erstrebenswertes Motto.

Es geht also los. Wir sind ein bunter Haufen, sieben Frauen, zwei Männer. Ein Ehemann, ein frisch Verliebter. Beide mit der jeweiligen Partnerin.

Verheiratet oder nicht? Astrologisch ein Riesenunterschied, wie wir noch erfahren werden.

Zuerst werden wir mit der Entwicklung der Astrologie vertraut gemacht, ihrer ca. 5000 Jahre alten Geschichte, all den Herrschern, die sich immer wieder darauf eingelassen und verlassen haben.

Der Samstagmorgen steht ganz im Zeichen der zwölf Tierkreiszeichen, der Mythen, die sich darum scharen und den typischen, jeweiligen Eigenschaften. Sonja Schön, eine imposante, strahlende Person, erzählt so bunt und so begeistert, dass ich mich keine Minute langweile. Oftmals finde ich Bestätigung, warum mir ein Sternzeichen gewogen ist oder nicht.

Zwischen den Seminarblöcken bleibt etwas Zeit, das mir lieb gewordene Kranzbach zu geniessen. Die Herbstsonne zeigt sich netterweise dazu und taucht das Panorama in satte, warme Farben.

Dann folgt das Vieraugengespräch. Der Teil, in dem es um das persönlich Horoskop geht. Was Sonja da herausliest, über meine Wesenszüge, Wünsche und Erfahrungen, ist so passend, dass ich fasziniert bin. Alles hat einen Sinn! Davon bin ich fest überzeugt. Auch sagt sie ein paar sehr besondere Dinge über mich, die mich stolz – ja, fast verlegen machen. Mit ein paar Ratschlägen für die kommende Zeit und einem Tüllsäckchen, versehen mit meinen persönlichen Heilsteinen, endet diese magische Stunde. Ich gehe mich danach kurz frisch machen, sehe, wie ich strahle. Der Ausdruck hat sich verändert, das fällt auch den Anderen auf.

Weiter geht es mit Venus und Mars im Horoskop. Wir erfahren, dass die beiden nicht verheiratet waren, allerdings ein Liebespaar. In diesem Zusammenhang bezeichnet die Astrologin Frau Schön Venus als Matz (für alle Nichtbayern: Flittchen). Sie (Venus) machte leere Versprechungen, log und betrog…

Was lernen wir? Nicht einmal auf die Götter kann man sich verlassen!

Interessant ist das Thema “Venus und Mars im Horoskop” allemal. Bei Unverheirateten symbolisiert Venus im Horoskop des Mannes die Partnerin, bei der Frau Mars den Partner. Für Ehepaare gilt das nicht. Da spielen Sonne und Mond im Horoskop die tragende Rolle. Das führt zu vielen Lachern, wie man sich vorstellen kann. Denn immer wieder preschen verheiratete Seminarteilnehmer vor,  je nach Geschlecht, ihren Mars resp. ihre Venus suchend. Sonja Schön muss mehrfach wiederholen, dass es schon einen Geliebten braucht, um hier Aufschluss zu erhalten.

Geht es um Liebe und Sex, ist das Interesse stets ausgeprägt. Selbstverständlich auch in unserer illustren Runde. Und Sonja schafft es, auf Herz erfrischende, direkte Art relevante Hinweise für jeden Seminarteilnehmer zu geben. Ich persönlich entdecke mich dabei in vielerlei Hinsicht wieder. Und habe zusätzlich mit den anderen großen Spaß.

Am letzten Tag des spannenden Kranzbach-Wochenendes geht es um den eigenen Aszendenten und das Zusammenspiel mit dem des Partners. Auch machen wir Bekanntschaft mit dem Gegenspieler, dem Deszendenten. Wir lernen, dass dieser unsere Erscheinung wiederspiegelt. Der Wesenskern aber durch das eigentliche Sternzeichen symbolisiert wird. Einmal mehr zeigt das, mit wie viel Halbwissen wir, die wir uns irgendwie für die Sterne interessieren, diese eigentlich deuten bzw. missdeuten. Richtig ist, dass die Themen des Aszendenten ab der 2. Lebenshälfte gravierender werden. Diese beginnt übrigens astrologisch exakt mit dem 42. Lebensjahr. Genau zu dieser Zeit geht es um Neuerungen, Neuorientierungen, neue Wege, Beruf und Berufungen. Da findet sich bestimmt jeder irgendwie wieder. Und das muss auch nicht heißen, dass mit 84 alles vorbei ist. Beruhigend, oder?

Der abschliessende Teil am Sonntagnachmittag kreist um Lilith im Horoskop. Lilith wurde im Feminismus zu einem Symbol als Gegenheldin zu Eva. Soll sie doch Adams erste Frau gewesen und darum von Gott aus dem Paradies verbannt worden sein. Im Horoskop steht sie für einen magischen Punkt zur Zeit der Geburt jedes Einzelnen. Auch diese letzten Stunden haben mir sehr zugesagt. Meine Konstellation verführt Sonja Schön zur Aussage, ich wäre “eine kleine Hexe”… Das gefällt mir, zugegebenermaßen.

Damit neigt sich ein rundum gelungenes Wochenende, in toller Umgebung, dem Ende zu. Das Kranzbach (www.daskranzbach.de) habe ich noch mehr lieb gewonnen, was überhaupt nicht schwer gefallen ist. Und meine Neigung zur Spiritualität ist mit dem Kurs bei Sonja Schön (www.astrojob.com) vollends befriedigt. Ich werde vom Erlernten lange zehren und sicher mit (noch) mehr Achtsamkeit und Bewusstsein Leben, Lieben und Lernen.

Übernächste Woche geht es am Wochenende ins Yoga-Retreat in die Kitzbühler Alpen.

Das Leben ist schön!

[SONJA]