Goodbye Jeans – Hello Chino!

Goodbye Jeans – Hello Chino!

Überall laufen sie uns in Massen über den Weg und bereits im Frühling konnte man die ersten Modelle wieder ergattern. Dieses Jahr landen sie vor allen in Pastelltönen auf dem Kassentresen und überzeugen auch gerne mal in ¾ Länge. Natürlich ist die Rede von den sogenannten Chinohosen, die sich in den letzten Jahren immer wieder zur Sommerzeit in den Vordergrund drängelten und sich inzwischen fest in der Modewelt etabliert haben. So schafft es die Chinohose, aufgrund ihrer Leichtigkeit, besonders im Sommer die stets beliebte Jeans zu verdrängen. Doch wo kommt die Chino eigentlich her? Hier allerlei Fakten für Chinohosen-Fans und die, die es werden wollen:

Von der Uniform in den Modekatalog

Die Chinohose dürfte für die meisten Damen ein recht neuer Trend sein. Dabei wissen sie zumeist gar nicht, wie weit die Geschichte jener Kleidungsstücke bereits zurückgeht. So auch bei der Chinohose. Bereits vor 137 Jahren wurde die Chinohose patentiert und ist somit genauso alt wie die Jeans! Dennoch schaffte sie es erst jetzt, an ihrem Konkurrenten vorbeizuziehen. Die Hose wird aus sogenanntem Twillstoff hergestellt, welcher vor allem in den Uniformen britischer und französischer Uniformen Verwendung fand. Nach dem amerikanisch-spanischen Krieg 1898 kehrten die Soldaten schließlich wieder in ihre Heimat zurück, wodurch die Uniformhosen auch in der Zivilbevölkerung populär wurden. Der Stoff für die Hosen wurde ursprünglich in China hergestellt, weswegen die Modelle von den Philippinern den Namen Chinos erhielten. Jene Beinkleider waren natürlich vorerst dem Mann vorbehalten, da Damen grundsätzlich keine Hosen tragen durften. Ein leichter Stoff und hoher Tragekomfort zeichneten die Hosen aus und galten als ideale Alternative zur Stoffhose. So war die Chino nicht ganz so formal und streng und dennoch edler und schicker als eine Jeans.

2010: Chinos beglücken die Modewelt

Gerade bei hohen Temperaturen griffen die Männer gerne zu jenen Alternativen, da die Stoffe dünn und in hellen, freundlichen Farben die idealen Sommerbegleiter darstellten. Erst im Jahre 2010 feierte die Chino dann ihr Comeback und wurde diesmal speziell von Frauenbeinen getragen und schuf einen wahren Begeisterungshype. Schnell fand sich eine gängige Modekombination, welche gerne getragen wurde. Hohe Schuhe, Shirt und Blazer wurden zum stetigen Begleiter der Chino und wurden besonders häufig an Stars und Sternchen gesichtet. So verkauften Labels wie Gerry Weber Chinohosen wie am Schnürchen und werden auch heute noch gerne im Netz angeboten und entsprechend verkauft. Denn die Chinohosen sind bis heute nicht out und werden fleißig weiter produziert. Inzwischen kann man sie auf viele neuartige Weisen kombinieren und die Modelle werden stets durch saisonale Trends beeinflusst. So beispielsweise durch den Pastelltrend, der sich diesen Sommer durch unsere Garderobe zieht.

Erfindet sich neu: Die Chino

Längst haben auch die Männer den Trend neu für sich entdeckt, halten sich jedoch bedeckt in Beige, Braun oder Grau. Manch ein Mutiger traut sich Farbe zu bekennen und wählt gar ein knalliges Rot. Relativ neu ist jedoch die Art, wie man die Chinos nun trägt. So kann man beispielsweise bei Gerry Weber Chinohosen in gekrempelter Variante finden. Letztendlich kamen die weiten Hosen immer lässig daher und Ärmel von Hemden und Blusen wurden grundsätzlich gekrempelt, doch nun tut man dies auch mit den Hosenbeinen. Die Chinohosen werden uns wohl noch weitere Jahre erhalten bleiben, mit neuen Details überraschen und eine gute Alternative zur Jeans darstellen.