Ein weiteres Highlight auf meiner Liste von Lieblingshotels

Ein weiteres Highlight auf meiner Liste von Lieblingshotels

Ich bezeichne mich als durchaus leidenschaftliche Person. Mein Entdeckergeist ist ausgeprägt und so habe ich im Laufe meines Lebens das ein oder andere Hotel auf dieser Welt besucht. Nicht oft wollte ich bisher dorthin auch zurückkehren. Denn die Liste der Dinge, die mir nicht gefallen haben, war leider zu lang.

Sich für die Zeit des Aufenthalts rundum wohl zu fühlen, nichts zu vermissen & nicht vorzeitig heim zu wollen, das ist mein Anspruch. Insbesondere, wenn es um meine Ferien geht.

Das „The Racha“ (Thailand), „Eagles Palace“ (Griechenland), die „Vila Joya“ (Portugal) und ab sofort auch „Das Kranzbach“ (bei Garmisch) sind solch außergewöhnliche Plätze, zu denen ich gerne einmal wiederkehren möchte.

Um zum Kranzbach zu kommen, muss man Garmisch hinter sich lassen. Für uns Münchner also ein Katzensprung. Die letzten drei Kilometer passiert man eine gut geräumte Mautstraße. Die Landschaft, die einen hier am Fuße des Karwendelgebirge begrüßt, ist derzeit tief verschneit und märchenhaft. Wie bei „3 Nüsse für Aschenputtel“.

Oben auf 1036m angekommen, überwältigt einen der Anblick des herrschaftlichen, geschichtsträchtigen Mary-Portman-Hauses. Einem stattlichen Bau, ca. 1920 entstanden, der das Herzstück des 4Sterne-Superiorhotels mit 131 Zimmern, bildet. Als ich dort ankomme, versinkt die Abendsonne gerade und ich mache noch rasch ein Foto des Hotelkomplexes.

Im Inneren des Haupthauses erwartet mich, aufgeteilt in diverse Salons und Räumlichkeiten, ein einzigartiger Stilmix englischen Interieurs. Mutige Farbkombinationen, eine wilde Kombination aus Materialien und charaktervollen Einzelmöbeln. Ergeben sie zusammen doch ein harmonisches Bild, voller Wärme und Individualität. Ein Hoch auf die britische Interior-Designerin Ilse Crawford. Laut Karl King, dem Hotelmanager des Kranzbach, eine sehr eigenwillige Dame, die stets ohne Rechnungen, Budgetvorgaben und Plänen arbeitet. So gibt es in ihrem so besonderen Stil auch Hotelzimmer, jedes eine Kreation für sich. Verspielt, detailverliebt und nostalgisch. Das kann man (und frau vor allem) nur lieben. Mir hat es das Zimmer mit der Schmetterlingstapete angetan. Und Platz für drei Freundinnen hätte ich dort auch. Ein Grund, einmal beizeiten zurück zu kehren.

Das Haupthaus, das lange der evangelischen Kirche gehörte, wurde 2007 als das Kranzbach eröffnet. Neue Gebäudetrakte, ein modernes Restaurant und ein großer Wellnessbereich folgten. Im Gartenflügel entstanden dazu kürzlich moderne, klar gestaltete Zimmer mit großzügigen, zeitgemäßen Bädern und Terrassen. So kann auch jeder Gast Fan des Hotels werden, wenn er es weniger romantisch und verspielt mag.

Das gesamte Haus strahlt Wärme aus. Das gilt besonders für jeden Mitarbeiter und jede Mitarbeiterin, denen ich begegnet bin. Das Aktivprogramm bestehend aus Wintersport und Kursen, wie Yoga und Rückenfit ist umfangreich. So durfte ich erstmals Langlaufen und Schneeschuh-Wandern. Franz, der charmante Skilehrer (69) meinte gar, ich wäre ein Naturtalent. So etwas hört man doch gern!

Ich kann „Das Kranzbach“ all jenen empfehlen, die unaufdringlichen Luxus, Freiraum, Natur und Ruhe suchen. Altersunabhängig (nicht ganz: keine Kinder unter 12 Jahren J), Paare, Freundinnen, selbst allein – alle kommen auf ihre Kosten. Und 97 Prozent wieder kehrende Gäste können nicht irren.

Ich möchte sehr gerne wieder kommen. Das Kranzbach (www.daskranzbach.de) kommt auf meine kurze Liste von Lieblingshotels.

[SONJA]